Nach der Krise ist vor der Krise

Das Sprichwort «Nach der Krise ist vor der Krise» wirkt in Zeiten der medialen Corona-Pandemie alles andere als erbaulich, für viele sogar eher Angst einflössend. Es hört sich jedenfalls nicht nach Zukunft, Euphorie und Enthusiasmus an. 

Klarer Fall, wir sind derzeit im Krisenmodus. Plötzlich wird die Gelddruckmaschine angeschmissen, allerorts das Kriegsrecht (neudeutsch „Notfall-Recht“) ausgerufen und Regierungen schnüren über Nacht billionenschwere Hilfspakete. Das ist durchaus eine pragmatische Vorgehensweise.

Doch die Weltwirtschaft benötigt kein Kriegsrecht, es benötigt einen verdammt stabilen Rettungsring. Bleibt sie über Wasser, sind auch die Arbeitsplätze gerettet. Geht sie unter … ohne Worte.

Als Financial Planner und Finanzbuchautor (Dein Befreiungsreport, 2008) sehe ich, was wir für Alternativen haben … Pest oder Cholera. 
Wow … gehts noch Clemens?

Klar, wir können die rekordhohen Geldhilfen der Staaten und die sich wiederholende enorme Zunahme der Staatsverschuldung kritisieren und als Folge davon unter anderem vor drohender Inflation warnen.

Aber Hand aufs Herz, welche Alternativen gäbe es denn?

Die Gedanken an die Vorbereitung auf die nächste Krise müssen JETZT einsetzen, denn sobald die schlimmsten Brände der aktuellen Krise gelöscht sind und sich der Rauch verzogen hat, gehen alle wieder an die Tagesarbeit und NICHTS wird sich wirklich ändern. Getreu dem Motto. Noch mal Glück gehabt. Das haben die Handelnden bis heute jedes Mal genau so getan, weshalb die Propheten, die diese Krise in allen Farben angekündigt haben, als Ketzer und Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt wurden.

Bislang wurde das endlose rockefellersche Wirtschaftswachstum primär mit geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen angefacht und, sorry der klaren Worte, manipuliert. Diese Propaganda hat 100 Jahre funktioniert, teilweise mit unermesslichem Schmerz für Millionen Menschen und einigen wenigen Gewinnern. Doch im Grunde alles mit nur mäßigem Erfolg.

Umfassend notwendige strukturelle Reformen blieben stattdessen seit Jahrzehnten tiefgefroren oder wurden massiv bekämpft. Warum eine Kuh schlachten, wenn man sie doch melken kann.

Es bedarf einer Flexibilisierung der Arbeitsmärkte, besonders in den südlichen Europa-Staaten, beginnend bei unserem Nachbarn Frankreich.

Es braucht Investitionsanreize auf kurzem Wege und viel viel weniger Bürokratie. Es braucht Deregulierung und mehr technischen Fortschritt, statt lange Bewilligungswege. Es braucht der Wahrheit über den zukünftigen Arbeitsmarkt und keine Beschwichtigungen, alles wird gut. Es braucht Politiker, die „Eier in der Hose haben“ und nicht darauf schauen, dass sie wiedergewählt werden. Es braucht ein Arbeitsplatzsystem, dass es aushält, dass Millionen europäische Arbeitskräfte sich umorientieren müssen und dafür nicht in den sozialen Abgrund fallen. Die Diskussion eines Grundeinkommens darf nicht mehr tabu bleiben.

Bleiben diese Reformen jedoch aus, müssten beim Auftauchen des nächsten schwarzen Schwans erneut die fiskal- und geldpolitischen Waffen gezückt werden.

Nur diese Waffen sind mittlerweile stumpf geworden. Türmen sich die Staatsschulden weiterhin himmelwärts, droht ein Vertrauensverlust in die bekannten Handels-Währungen.

Ich spüre es hier in meiner Heimat, der Schweiz, besonders. Der Franken steht 1 zu 1 zum Dollar, zum Euro, zum britischen Pfund …, weil die Menschen in diesen Regionen das Vertrauen in ihre Währungen verloren haben und in den Franken flüchten. Flucht ist jedoch keine Lösung. Damit entziehen wir das Geld der notwendigen Erneuerung der Produktionen.

Die Folge in Europa und Amerika wird deutlich sein …eine heftige Inflation. Vor diesem Hintergrund ist das Sprichwort «Nach der Krise ist vor der Krise» auch als Gelegenheit zu werten, die seit Jahren vom System unterdrückten aber sehr notwendigen Reformen endlich vorwärtszutreiben.

Die Frage ist, ob wir die Welt mit jenen Leuten nachhaltig nach vorne bringen können, die bisher die Karre in den Dreck gefahren haben…

Das muss sich jeder selbst beantworten, wenn er oder sie aufgefordert wird, seinem Vertreter im System seine Stimme zu geben oder selbst beginnt, tätig zu werden.

Jeder einzelne ist gefragt, für sich den Anfang zu machen. Fingerzeiger und Klugscheißer hat es genug auf der Welt. Und wie oft habe ich gehört, wie schlecht ich mit meinen Umsetzungen bin und wie reichsbürgerlich meine Ansichten sind. Doch heute stehe ich als Unternehmer in 5 Ländern da und habe ein Kinderhilfswerk. Und die Fingerzeiger leben weiter von staatlichen Zuschüssen und jammern.

Gestern war ich noch ein systemgefährlicher Verschwörungstheoretiker, heute rufen sie mich zu Kongressen als Redner für eine nachhaltige Zukunft. 

Deshalb meine Bitte an jeden Einzelnen:

Hinterfrage dich in deinem Tun. Denn das, was du tust, bringt es deiner folgenden Generation einen Mehrwert oder nur dir? Bist nur du der Nutznießer deines täglichen Tuns, dann lass es bitte sein. Tue etwas, dass auch unseren Kindern von hohem Nutzen sein wird. Wenn es der Wechsel deines Berufs ist, dann soll es so sein. In den kommenden Jahren werden ganze Branchen wegfallen. Auf das traditionelle „wird schon“ zu hoffen ist blauäugig und lächerlich.

Spätestens, wenn du deinen eigenen Kindern erklären musst, welche Nachhaltigkeit und Zukunft das hat, was du täglich im Beruf machst … wird es sie und dich entweder massiv erfreuen oder es wird dich in den Augen deiner Kinder zu einem Loser machen.

Also fang doch heute nach dieser Krise gleich an.

Unternehmerpersönlichkeiten und CEOs der großen Unternehmen wurden gefragt, welche 3 Themen die Zukunft ihres Unternehmens sicherstellen werden …

Sie nannten alle diese 3 Themen

Digitalisierung
Weiterbildung
Nachhaltigkeit

Und wie bist du aufgestellt?

Bleib gesund und auch diesen Tag zum besten Tag deines Lebens
Dein Clemens Ressel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zurück
Beitragsbild
Clemens Ressel Footerlogo
Business Athleten AG
Heiligkreuz 44 
9490 Vaduz
Fürstentum Liechtenstein

Telefon: +423 78 78788
support@clemensressel.com
Clemens Ressel ist eine Marke der Business Athleten AG
Socials
twitterfacebooklinkedinyoutubexing